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Wohntrends: So wollen wir dieses Jahr leben

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An einer Betonwand steht ein schmaler Schreibtisch, ein offenes mit Topfpflanzen befülltes Holzregal, sowie ein Regal mit zwei Türen aus Metall. Weitere Gegenstände wie Bilderrahmen und Leinwände lehnen zusätzlich an den Wänden.
Wohntrends kommen und gehen: 2018 – und sicherlich noch in 2019 – liegen Hygge, Lagom und Ikigai hoch im Kurs. © iStock

Jedes Jahr rufen Interior-Designer, Möbel-Hersteller, Trend-Experten und Lifestyle-Magazine die Wohntrends des Jahres aus. Wenn dir also die Frage, welche Materialien, Farben und Formen in den kommenden Monaten auf keinen Fall bei dir zu Hause fehlen dürfen, einfach nicht aus dem Kopf gehen will: Hier kommt die Antwort!

Denn auch im nächsten Jahr beschäftigen uns vor allem drei Wohntrends: Hygge, Lagom und Ikigai. Noch nie gehört? Kein Problem. Wir zeigen dir, was hinter den drei Trends steckt und wie sie sich in deinen vier Wänden integrieren lassen.

Der Wohntrend Hygge jetzt wird’s besonders gemütlich

Ein Bett mit einem gepolsterten Kopfteil und einer dicken, gestrickten Decke in Rosa steht vor einer dunkelgrauen Wand umringt von weiteren Möbelstücken.
Herrlich kuschelig – beim Wohntrend Hygge ist Gemütlichkeit das oberste Gebot. © iStock

Eines vorweg: Hygge kann man nicht kaufen. Hygge ergibt sich. Dieser Wohntrend stammt aus Dänemark, wo das Wort „hyggelig“ so viel bedeutet wie „gemütlich“, aber auch „schön“. Hygge beschreibt einen Gefühlszustand, der entsteht, wenn man es sich im Kreis seiner Lieben mit leckerem Essen, schummerigem Licht und guten Gesprächen bequem macht. Kurzum: Man fühlt sich rundum zufrieden, sicher und wohl. Gleichzeitig bedeutet der Wohntrend Hygge aber auch Rückzug – in eine vertraute Umgebung, von den täglichen Aufgaben, den Anforderungen der Arbeitswelt oder auch der ständigen Verfügbarkeit via Smartphone. Beim Wohntrend Hygge geht es also um Entschleunigung und darum, den Moment bewusst zu genießen.

Genau das wird in Dänemark mit Familienfesten, Freundestreffen, Zeit zu zweit oder alleine zelebriert und im Alltag kultiviert. Hygge ist quasi ein Lebensgefühl, das glücklich macht. Und glücklich sind die Dänen ganz offiziell: Regelmäßig verleiht ihnen die UN im „World Happiness Report“ den Titel als „Glücklichstes Volk der Welt“.

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So kommt der Wohntrend Hygge in dein Zuhause:

  • Gemütliche Möbel, zum Beispiel ein ausladendes Sofa, ein stylisches Regal oder ein Schaukelstuhl, laden zum Relaxen und Einkuscheln ein. Ein großer Tisch, an dem viele Personen Platz haben, gehört definitiv auch zum Hygge-Mobiliar.
  • Hygge funktioniert übrigens auch super Outdoor. Mit einem schwebenden Hängebett im Garten, kannst du ganz entspannt im Freien ein Schläfchen halten.
  • Unaufgeregte Erdfarben, elegante Pastelltöne, volle dunkle Nuancen in Kombination mit Weiß und Schwarz unterstreichen das dänische Lebensgefühl. Schließlich bringen bunte Wände nicht nur Farbe in deine Wohnung , sondern auch ins Leben.
  • Eine Extra-Portion Gemütlichkeit bringt dimmbares Licht im warm-weißen Lichtspektrum (unter 2.700 Kelvin), Stumpenkerzen, Kaminfeuer oder im Sommer ein Lagerfeuer. Mit einer selbst gebauten Lampe aus Holz sorgst du für einen echt hyggeligen Blickfang.
  • Mit kuscheligen Textilien wie Decken, Kissen oder Teppichen wird der Wohntrend Hygge haptisch erlebbar. Zu wenig Kissen gibt’s bei Hygge nicht! Das gilt übrigens auch bei kleinen Wohnungen und Zimmern.
  • Hygge bezieht sich auch auf Gastlichkeit: Ein liebevoll gedeckter und hübsch dekorierter Tisch im Garten oder in der Wohnung entfacht das gemütliche Wir-Gefühl.
  • Stecker ziehen: Hyggelig wird’s, wenn man sich einkuscheln und zurückziehen kann. Darum auch mal das Smartphone ausschalten!
  • Fünfe gerade sein lassen: Mach dir nicht zu viel Stress, um dein Zuhause perfekt durchzustylen. Etwas Unordnung ist darum völlig ok.

Du bekommst von der Hygge-Einrichtung einfach nicht genug? Dann lass dich in diesem Artikel ausgiebig von der dänischen Einrichtungsphilosophie inspirieren.

Der Wohntrend Lagom – alles in Balance

In einem Wohnzimmer mit restauriertem Dielenboden steht an der Wand ein Kachelofen und im Vordergrund ein Sofa samt Beistelltisch.
Nicht zu viel, nicht zu wenig: Beim Wohntrend Lagom geht es um Nachhaltigkeit und das richtige Maß. © iStock

Neben dem Wohntrend Hygge schafft es ein weiterer Trend aus Skandinavien in unsere Wohnzimmer: Lagom. Bei diesem schwedischen Exportschlager geht es kurz gesagt um die richtige Balance. Nicht zu viel, nicht zu wenig eben das rechte Maß der Dinge. Und das gilt für alle Bereiche des täglichen Lebens, denn Lagom ist nicht nur ein Wohntrend, sondern genau wie Hygge, eine ganze Lebensart.

Frei übersetzt bedeutet Lagom in etwa so viel wie „genau richtig“ oder „alles in Maßen“. Allerdings gibt es keine wörtliche Entsprechung. Lagom meint die goldene Mitte und wendet sich gegen jegliche Form von Übertreibung, Exzess oder Extreme. Es geht vielmehr darum, alles im Leben im richtigen Verhältnis zu tun bzw. ins richtige Verhältnis zu bringen. Das fängt bei einer gesunden Work-Life-Balance an, bezieht sich auf einen nachhaltigen Energieverbrauch, eine ausgewogene Ernährung oder auch vernünftiges Haushalten mit Finanzen.

Wer bewusst und nachhaltig lebt, der erlangt nach Lagom innere Zufriedenheit, Harmonie und Balance. Das ist natürlich sehr individuell und für jeden etwas anderes. So auch, wenn Lagom zum Wohntrend heruntergebrochen wird. Beim Einrichten und Dekorieren geht es um Nachhaltigkeit, Zufriedenheit und das Setzen von Prioritäten.

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So kommt der Wohntrend Lagom in dein Zuhause:

  • Nicht zu viel, nicht zu wenig, nicht übervoll, nicht puristisch: Setze Prioritäten und verabschiede dich von unnützen Möbeln oder Accessoires.
  • Investiere stattdessen lieber in wenige, ausgesuchte Stücke, die dich dein Leben lang begleiten werden. Kurz: Qualität vor Quantität.
  • Greife zu ruhigen, neutralen Farben oder pudrigen Pastelltöne. Bloß nicht zu viele, zu grelle Farben in einem Raum miteinander kombinieren. Das gleiche gilt auch für Muster.
  • Der Wohntrend Lagom steht für natürliche Materialien wie Holz oder Wolle. Siegel wie FSC, PEFC, Der Blaue Engel oder Goldenes M zeichnen nachhaltige, umweltfreundliche oder fair produzierte Möbel und Accessoires aus und helfen dir einen Überblick zu bekommen.
  • Nachhaltig bedeutet auch das zu verwenden, was schon da ist. Darum passen Upcycling-Möbel ganz wunderbar in den Wohntrend Lagom.

Apropos Upcycling: Hier spricht die Interior-Designerin Kristina Steinmetz über gelungene DIY-Ideen und gibt Upcycling-Tipps.

Der Wohntrend Ikigai – Lebenssinn und Lebensfreude finden

Ein Schlafzimmer ist in Naturmaterialien eingerichtet. Neben einem Bett stehen auch ein Schreibtisch, Hocker aus Baumstämmen und ein Regal aus Weinkisten im Zimmer.
Beim Wohntrend Ikigai geht es darum, den Sinn des Lebens zu entdecken. © iStock

Aus dem Japanischen übersetzt heißt Ikigai „Lebenssinn“ und ist fest mit der japanischen Kultur verbunden. Etwas freier interpretiert steckt hinter dem Begriff so viel wie „das, wofür es sich zu leben lohnt“. Oder salopp gesagt: „Das Gefühl, etwas zu haben, für das es sich morgens lohnt, aufzustehen“. Man merkt, auch bei diesem Wohntrend handelt sich eigentlich um einen Lifestyle, eine Einstellung zum Leben allgemein.

Einerseits geht es bei Ikigai darum, etwas zu finden, für das man brennt und eine Leidenschaft entwickelt. Das können Interessen, Aktivitäten oder besondere Lebensumstände sein. Familie und Freunde, Natur, Kunst, Reisen, Sport oder Musik…eben all das, was das Leben lebenswert macht! Andererseits bezeichnet Ikigai auch das Wohlgefühl, seinem Leben bereits einen Sinn gegeben zu haben. Man fühlt sich lebendig, zufrieden und befreit.

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So kommt der Wohntrend Ikigai in dein Zuhause:

  • Dekoriere deine vier Wände mit Dingen, die für das stehen, wofür du brennst: Zum Beispiel deine selbst gemalten Bilder, Poster deiner absoluten Lieblingsband oder ein Regal mit all deinen Lieblingsbüchern. Du magst die Natur und wünschst dir einen eigenen Garten? Perfekt, dann lege dir mithilfe von Regenrinnen einen vertikalen Garten an und erreiche so dein Ikigai.
  • Besondere Menschen machen das Leben bunt und lebenswert. Stelle oder hänge Bilder deiner Familie und Freunde auf. Du wirst sehen, dass sie dir ganz einfach ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
  • Erinnerungsstücke von Reisen oder deiner Kindheit bringen Persönlichkeit in dein Zuhause und kommen an einer persönlichen Fotowand besonders gut zur Geltung.
  • Ikigai bezieht sich auch auf einen aktiven und gesunden Lebensstil. Platziere hierfür deine Yogamatte, Sportkleidung oder Sportgeräte so in deinem Zuhause, dass du sie schnell und einfach zur Hand hast.
  • Setze auf Möbel und Accessoires aus Materialien, die bei guter Pflege lange Zeit halten. · Der Trend Ikigai leitet auch dazu an, in Würde zu altern, darum sind Patina und Gebrauchsspuren auf Gegenständen völlig ok und sogar willkommen.
  • Was Farben angeht, greife lieber zu sanften, hellen Tönen oder dunklen, weichen Nuancen – alleine oder in Kombination –, das strahlt Ruhe aus.
  • Setze beim Ikigai-Wohntrend auf nachhaltige und fair produzierte Möbel und Wohnaccessoires, auf natürliche Materialien und Upcycling-Projekte.


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