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Weihnachtstraditionen: Inspiration aus der ganzen Welt

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Ein Baumstamm der mit kleinen Ästen und einem aufgemalten Gesicht zur Figur wird.
Der Tió: Die spanische Deko-Tradition ist nur einer von vielen internationalen Bräuchen zum Fest

Bald ist es wieder soweit: Auf der ganzen Welt steht das Weihnachtsfest an. Doch gefeiert wird überall ein bisschen anders. Und auch die obligatorischen Weihnachtsbräuche unterscheiden sich von Land zu Land. Wusstet ihr zum Beispiel, dass in Australien eher am Strand gefeiert wird? Dass es in Mexiko erst am 6. Januar Geschenke gibt? Was die Skandinavier rund um Weihnachten am liebsten essen? Warum Kinder in Spanien ab dem 8. Dezember hohle Baumstämme mit einem aufgemalten Gesicht vor die Tür stellen und füttern? Oder was es mit dem Whisky-Glas in Großbritannien auf sich hat? Nachfolgend findet ihr eine Übersicht typischer Traditionen und Bräuche aus der ganzen Welt.

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Oh Tannenbaum

Auf einem Tisch steht ein Holzdreieck mit drei Weihnachtskugeln.
Ein Weihnachtsbaum muss nicht immer Nadeln haben. Minimalistische DIY-Versionen sind ein besonderer Hingucker.

Glitzerndes Lametta, bunte Kugeln, Lichterkette und auf der Spitze ein Stern aus Stroh – dieses Bild eines Weihnachtsbaumes hat man in vielen westlichen Ländern der Nordhalbkugel vor Augen, wenn man an die Bescherung denkt. Aber was genau wird denn auf der Welt an Weihnachten geschmückt? In Athen ist es häufig ein Boot während in Australien die Frage nicht Nordmanntanne oder Blaufichte lautet, sondern Kunststoff oder Holz. Vor allem selbst gebaute Weihnachtsbaum-Varianten liegen in Down Under hoch im Kurs. Sind individuell, passen immer und nadeln nie. Probiert es einfach mal aus – mit unserer minimalistischen Variante aus Holz.
In Indien werden Bananenpalmen geschmückt und im Libanon aus Bohnensamen und Wattebäusche kleine Bäumchen zum Dekorieren gezüchtet. Ganz bequem machen es sich die Menschen in Kuba: Dort kauft man Tannenbäume gleich fertig dekoriert.

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Köstlichkeiten zum Fest

Auf einem Tisch befindet sich ein Kuchen und weihnachtliche Deko.
Panetón: Der leckere Kuchen darf an Weihnachten in Peru nicht fehlen.

Sicherlich die größten Unterschiede bei den Bräuchen und Traditionen rund um Weihnachten findet man bei den typischen Mahlzeiten. In Frankreich gilt „le réveillon“ als traditionelles Weihnachts-Highlight. Es besteht aus einem mit Kastanien gefüllten Truthahn oder einem Kapaun mit Pflaumenfüllung. Dazu werden Austern, die typisch französische „foie gras“ – die gestopfte Gänseleber – sowie kandierte Maronen serviert. In Peru freut man sich auf den Panetón. Das ist ein Kuchen mit Früchten, der gerne mit heißer Schokolade verzehrt wird. In der Ukraine darf auf keinen Fall Kutja fehlen. Eine Süßspeise aus Weizen, Honig, Mohn, Rosinen und Nüssen. In Äthiopien wird am 7. Januar meist „wat“ aufgetischt. Das ist ein traditionell scharfes Gericht aus Fleisch und Gemüse, das mit Injera serviert wird. Einem Sauerteigfladen. Auf den Philippinen ist das wichtigste Weihnachtsessen die Noche Buena. Spät an Heiligabend wird dieses Mahl serviert, das aus „lechon“ (Spanferkel), „queso de bola“ (Edamer Käse) und verschiedenen Nudelgerichten besteht. Und typisch dänisch ist Risalamande. Der leckere Nachtisch besteht aus Milchreis, dem nach dem Abkühlen Schlagsahne, gehackte Mandeln und Vanillezucker untergerührt werden. Wohl bekommt‘s!

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Adventskalender: Jeden Tag eine neue Überraschung

Auf einem Regal steht ein Adventskalender aus vielen kleinen Boxen aus Holz.
Auf einem Tisch liegen mehrere kleine, nummerierte Päckchen als Adventskalender.

Sie sind gefüllt mit Schokolade, Lebkuchen, Spielzeug, Make-up oder Nuss-Variationen. Die Rede ist von Adventskalendern. Klein, groß, bunt… Es gibt eigentlich nichts, was es nicht gibt. Vor allem für Kinder in mitteleuropäischen Ländern ist der Kalender das Besondere in der Vorweihnachtszeit. Man kann sie fertig kaufen oder selbst herstellen: Beispielsweise aus leeren Marmeladengläsern, mit selbst gebastelten Origami-Kartons oder auch aus vielen Holzwürfeln . Die Möglichkeiten, eure Liebsten mit einem ganz persönlichen Unikat zu überraschen, sind fast grenzenlos.
In Ländern wie Japan oder Russland ist der Adventskalender-Brauch allerdings nicht bekannt. Wäre auch etwas komplizierter: Denn in Russland werden Geschenke erst am 7. Januar verteilt – von Väterchen Frost und seiner Enkelin, dem Schneemädchen.

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Der Weihnachtskranz: Immer wieder sonntags

Auf einem Tisch steht ein Weihnachtskranz aus Holz mit vier Kerzen und Deko.
Der Klassiker: Weihnachtskränze gehören zum Fest dazu. Bei der Gestaltung gibt es jedoch unzählige Möglichkeiten.

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Ob der Klassiker aus saftigen Tannenzweigen oder DIY-Varianten aus Kugeln oder minimalistisch aus einer Fassdaube: Deiner eigenen Kreativität sind beim Weihnachtskranzbasteln keine Grenzen gesetzt.
Und spätestens, wenn das Licht gedimmt ist und die Kerzen flackern, verbreitet sich in jedem Raum automatisch eine ganz besondere Atmosphäre. Geprägt von Gemütlichkeit, Ruhe und Entschleunigung. Dazu noch ein schönes Buch, eine Tasse frisch aufgebrühten Tee… perfekt! Übrigens: Der erste, bekannte Adventskranz hatte 23 Kerzen und in Schweden ist die Kerze für den ersten Advent weiß und die anderen drei sind violett. Gewusst?

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Weihnachtsschmuck: Aus Liebe zum Detail

Eine hängende Bastelei aus Stroh.
Der Himmeli: In Schweden ein Klassiker in Sachen DIY Weihnachts-Deko.

Ein goldener Deko-Engel hier, eine glitzernde Schneekugel dort… selten legt man so viel Wert auf Details als beim Dekorieren in der Vorweihnachtszeit. Denn ein perfekt abgestimmter Mix an Düften, Farben und Formen steigert bereits weit vor der Bescherung das persönliche Wohlbefinden.
Als Deko Meister kann man Länder wie die USA oder Kanada bezeichnen: Dort werden in der Vorweihnachtszeit ganze Straßenzüge und Stadtteile in ein buntes, glitzerndes Farbenmeer verwandelt, um Santa und Co zu feiern.
Eher dezent wird beispielsweise in Finnland dekoriert. Als typisches Deko-Element gilt dort der Himmeli – eine beliebte Bastelei aus Stroh. Zwar etwas anspruchsvoll in der Herstellung, aber sicherlich ein echter DIY-Hingucker.
Wesentlich einfacher zum Nachbauen ist da sicherlich der Tió. Ein Baumstamm mit zwei Beinen, einem lächelnden Gesicht und einer Zudecke. Der spanischen Tradition zufolge soll er jeden Tag vor allem mit Brot und Äpfeln gefüttert werden. Und mit etwas Glück finden Kinder am 6. Januar ganz viele Geschenke unter der Decke.

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Besondere Traditionen

Auf dem Boden stehen mehrere Kerzen, die mit buntem Sand umgeben sind.
Das Malen mit buntem Sand ist eine Adventstradition in Indien.

Ihr seht: In vielen Ländern wird das Weihnachtsfest sehr unterschiedlich gefeiert. Aber ein paar kleinere, teils nur regionale Traditionen, haben wir noch.
In vielen Dörfern und Gemeinden Indiens werden in der Adventszeit schöne Bilder vor der Kirchentüre oder auch der eigenen Haustüre auf den Boden gemalt. Mit Reispulver oder Sand. Diese Art zu Malen nennt man Rangoli.
In Mexiko werden Pinatas – meist aus Ton oder Papier – gebastelt und dann in voller Vorfreude kaputtgeschlagen. Mit etwas Glück gibt es als Belohnung reichlich Süßes.
In Russland werden Wünsche auf Papier geschrieben, das Papier angezündet und die Asche mit Champagner getrunken.
In Japan – dort ist Weihnachten kein traditionelles Familienfest und auch kein offizieller Feiertag – wird eher mit Freunden und Kollegen gefeiert. Und zwar vor allem mir rauschenden Partys.
In Großbritannien stellen Kinder normalerweise einen Kuchen und ein Glas Milch für den Weihnachtsmann und eine Karotte für Rudolph (Santa's Rentier) heraus. Allerdings wird die Milch manchmal durch Whiskey oder Brandy ersetzt. Je nachdem, was dem Vater besser schmeckt.