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Reisen bildet: 7 Gartentipps aus aller Welt

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Vor der Kulisse eines alten englischen Landhauses steht eine Schubkarre auf dem Schotterweg zwischen blühenden Beeten.
Nicht nur die Engländer wissen, mit welchen Tricks sie ihren Garten in Höchstform bringen. © getty images

Beim Reisen lernen wir nicht nur Neues über andere Kulturen, sondern können uns auch in Sachen Gartentipps etwas abschauen. Wir haben sieben Tricks aus Ländern rund um den Globus zusammengetragen.

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Der perfekte englische Rasen: Bitte nur Spitzen schneiden

Im Vordergrund wächst Rasen, im Hintergrund sieht man verschwommen eine Person mit einem Rasenmäher.
Der englische Rasen ist legendär. Doch auch außerhalb der Insel lässt er sich kultivieren - wenn man sein Geheimnis kennt.

Beim Rasenmähen gilt: Lieber häufiger mähen, dafür nur die Spitzen schneiden. Denn wenn dein Rasen zu kurz gerät, wächst er nur schleppend nach und kann bei starker Hitze austrocknen oder sogar absterben. Daher solltest du alle sieben bis 14 Tage mähen oder die Aufgabe dem Roboter-Rasenmäher überlassen. Ideal ist eine Halmlänge von etwa 4 cm. Wer mindestens einmal in der Woche mäht, kann sich den Fangkorb sparen und die gemähten Grasspitzen einfach liegen lassen. Das hat sogar Vorteile: Das feine Schnittgut düngt den Rasen, ohne ihn zu ersticken. So wächst er schön dicht und gleichmäßig nach und verbessert damit den Nährstoffgehalt des Bodens.

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Mediterran gärtnern: vor allem viel Licht

An einer Mauer stehen in der Sonne Tonkrüge mit mediterranen Pflanzen, Kräutern und Sukkulenten.
Die Kraft der Sonne ist gut für deine Pflanzen. © getty images

Warum wir immer wieder gern ans Mittelmeer reisen? Das Wasser, die Pflanzen, die Sonne, das Licht! Und genau damit sollte man auch gut haushalten. Mediterrane Pflanzen wie Oliven oder Feigen gedeihen auch bei uns. Wenn man ihnen genug Licht verschafft. Darum sollte man zuerst einmal auf ausreichende Sonnenzufuhr achten, wenn man die Pflänzchen setzt. Und hin und wieder kontrollieren: Sieht die Pflanze blass aus und will nicht recht wachsen? Dann ab in die Sonne mit ihr! Außerdem solltest du Büsche und Sträucher regelmäßig schneiden, sodass auch die unteren Teile sowie Nachbarpflanzen genügend Helligkeit abbekommen. Die Hügel und Berge der Toskana und anderer Landstriche können wir darüber hinaus mit Hilfe von Kisten und Blumenbänken vortäuschen. Let the sunshine in!

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Moos mit Cola bekämpfen

Zwischen rustikalen Pflastersteinen wächst in den Fugen dichtes Moos.
Moos - die einen mögen es, die anderen eher nicht. Wer es loswerden möchte, der kann sich bei den US-Amerikanern einen Trick abschauen. © getty images

Im Mai 1886 erfand man in den USA die Cola – und damit einen der besten Gartentipps gegen Moos. Cola enthält Zucker und Phosphorsäure, beides wirkt Moosbefall schonend entgegen. Keine Angst: Fugen oder Oberflächen werden durch die Säure in der Limonade nicht angegriffen. Auch Verfärbungen auf den Steinen braucht man nicht zu fürchten – dafür ist der Farbstoff nicht konzentriert genug. Die Vorteile sprechen für sich: Anders als handelsübliche Mittel ist Cola nicht giftig. Daher gibt es auch keine besonderen Einschränkungen, die du bei der Anwendung berücksichtigen musst. Zugleich beugt die koffeinhaltige Limo neuem Mooswachstum vor. Allerdings muss Cola unverdünnt eingesetzt werden. Für eine große Fläche eignet sich der Einsatz daher nur bedingt. Dafür ist dann ein Hochdruckreiniger die bessere Wahl. Hier erfährst du, wie du das Moos mit einem Hochdruckreiniger entfernen kannst.

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DIY-Wasser-Reservoir: So musst du deine Pflanzen nie wieder gießen

Eine kleine Zimmerpflanze wird per Hand mit Wasser besprüht.
Das Bewässern deiner Zimmerpflanzen per Hand kannst du dir ab jetzt dank des DIY-Wasser-Reservoirs sparen. © istock

In Israel gibt es viele Häuser mit Wasser-Reservoirs auf den Dächern. Zugegeben, kein Garten- sondern eher ein Balkon- und Terrassentipp, aber: Diesen Trick kannst du dir perfekt für das Gießen deiner Pflanzen im nächsten Sommerurlaub abgucken. Denn nicht jeder hat einen Nachbarn, der bereit ist, das Blumengießen zu übernehmen.

Für dein DIY-Wasser-Reservoir nimmst du eine Plastikflasche, schneidest den Flaschenboden ab und bohrst ein paar kleine Löcher in den Deckel. Mit diesem nach unten musst du die Flasche jetzt nur noch in den Blumentopf stecken und über die Bodenöffnung mit Wasser befüllen. Nach und nach gibt die Flasche Wasser ab und versorgt deine Pflanzen über einen längeren Zeitraum zuverlässig mit Feuchtigkeit. Besonders praktisch: Die Wasserzufuhr für durstige, beziehungsweise weniger durstige Pflanzen kannst du selbst festlegen, indem du wenige oder eben mehr Löcher in den Deckel bohrst. Damit deine Töpfe nach dem Gießen grundsätzlich nicht so schnell austrocknen, sollte die Oberfläche stets mit einer Schicht Rindenmulch bedeckt werden – das schützt vor Verdunstung.

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Die Schnecken-Polizei aus den Weinbergen

Eine Weinbergschnecke sitzt auf einem saftigen grünen Blatt.
Wer Weinbergschnecken in den eigenen Garten holt, der tut etwas gegen Nacktschneckenbefall und für den Tierschutz. © AdobeStock

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Deinen Wein kannst du selbst trinken. Auch die viel zitierte Bierfalle gegen gefräßige Nacktschnecken wollen wir dir vorenthalten. Die lockt nämlich nicht nur die Schnecken in deinem Garten, sondern auch die aus den Gärten deiner Nachbarn!

Aber, ein Gartentipp aus West- bis Mitteleuropa: Die Weinbergschnecke frisst das Gelege von Nacktschnecken und ist daher ein effektives und völlig natürliches Mittel gegen die häuserlosen Plagegeister. Weinbergschnecken sind allerdings vom Aussterben bedroht, wegen Überdüngung und Pestiziden. Und, weil sie vor allem in der französischen Küche als Delikatesse gelten. Man kann sie allerdings gezüchtet kaufen und im heimischen Garten ansiedeln – am liebsten auf kalkhaltigem Boden mit ungespritztem Grün.

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Urban Gardening made in Manhattan

Vor der Skyline New Yorker Backsteinbauten erstrecken sich die mittlerweile begrünten Gleise des High Line Parks.
Urban Gardening at it’s best – statt Zügen können mittlerweile Fußgänger über die begrünten Flächen des High Line Parks der ehemaligen Hochbahn in Manhattan schlendern. © istock

Der Wahl-New-Yorker und Aktivist Adam Purple gilt als Begründer des Urban Gardening – 1975 begann er in einer Baulücke in Manhattan, direkt neben seinem Haus, Beete anzulegen und Gemüse anzupflanzen. Alles von Hand und wenn möglich, ökologisch. Ebenfalls in Manhattan befindet sich die High Line, eine ehemalige Hochbahnlinie, die inzwischen als Park umfunktioniert ist. Was wir davon lernen können: Platz für Grün ist überall. Und wenn es nur ein vertikaler Garten oder das „Guerilla-Beet“ vor dem Haus ist. Mal ehrlich: Wer hätte gedacht, dass zwei unserer Gartentipps aus den USA kommen?!

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Bokashi: Naturdünger aus Japan einfach selbst gemacht

Zwei Hände halten selbst hergestellte Kompost-Erde.
Wer richtig nährstoffreiche Kompost-Erde haben möchte, der kann mit Bokashi die Herstellung in die eigenen Hände nehmen. © gettyimages

Biologische Abfälle sind wertvolle Rohstoffe, die sich sinnvoll weiter verwerten lassen. Dazu benötigst du nicht einmal einen eigenen Garten oder Komposthaufen. Die Lösung ist ein japanischer Bokashi-Eimer für die Küche. In ihm wird organisches Material vergoren und so wieder nutzbar gemacht. Auch wenn du über einen Komposthaufen verfügst, ist der Bokashi-Eimer eine sinnvolle Ergänzung, denn die Mikroben zersetzen sogar gekochte Speisereste wie Fleisch und Fisch. Dabei helfen sogenannte effektive Mikroorganismen (EM) – eine Mischung aus Bakterien und Hefen. Rasenschnitt, der beim Mähen entsteht, kannst du beispielsweise auch als Dünger nutzen. Das Gute daran: Dazu ist nicht einmal ein Bokashi-Eimer nötig. Du musst einfach nur die Rasenreste in einen großen Plastiksack stopfen und die EM-Lösung dazugeben. Den Sack zuknoten und etwa 14 Tage im Schatten liegen lassen. Danach kannst du die Masse einfach untergraben oder zur Kompostverbesserung nutzen.

Mehr Tipps aus aller Welt gefällig? Wie wäre es mit exotischen Kräutern , die auch bei uns gedeihen? Oder lerne hier, wie du mit der richtigen Wandgestaltung den Urlaub nach Hause holst.