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Bohren ohne böse Überraschungen – so geht’s!

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Mit einem digitalen Ortungsgerät wird die Wand vor der Bohrung untersucht.
Sicher ist sicher: Vor dem Bohren die Wand überprüfen.

Ein Loch sollte nicht einfach in die Wand gebohrt werden. Dabei ist die Gefahr viel zu groß, Stromleitungen, Wasserrohre oder Metall zu treffen. Wer also keine Lust auf einen gefährlichen Stromschlag, eine unter Wasser stehende Wohnung oder eine kaputte Bohrmaschine samt Bohrer hat, sollte die folgenden Tipps beachten.

Vor dem Bohren erst orten

Sicherer bohren mit einem Ortungsgerät.
Unsicher, ob hier eine Stromleitung entlangläuft? Die Antwort liefert das Ortungsgerät.

Egal, ob du ein neues Regal aufhängen, eine Lampe montieren oder den Schrank an der Wand verschrauben willst – bevor du zur Bohrmaschine greifst, sollte ein anderes Elektrowerkzeug aus dem Schrank gezogen werden. Ein digitales Ortungsgerät. Damit kann das Risiko beim Loch in die Wand bohren verringert werden. Allerdings solltest du dabei einige Dinge beachten:

  • 1. Keine Ringe, Armbänder, Uhren oder Mobiltelefone
    Um das Gerät nicht zu irritieren, solltest du keinen Schmuck um Finger und Hände tragen. Sonst leuchtet die ganze Zeit das rote LED-Licht für „Hier nicht bohren!“ auf. Also Ringe, Armbänder und Uhren vor dem Einsatz des Ortungsgeräts unbedingt ablegen. Auch elektronische Geräte wie zum Beispiel Mobiltelefone können das Ergebnis beeinflussen und sollten außer Reichweite gelegt werden.
  • 2. Das Gerät vollständig auf die Wand auflegen
    Das digitale Ortungsgerät zeigt nur korrekte Ergebnisse an, wenn es vollständig auf der Wand aufliegt. Also ran an Beton, Rigips und Co. Berührungsscheu ist hier niemand.
  • 3. Erdung / Potenzialausgleich schaffen
    Mit der einen Hand greifst du das digitale Ortungsgerät. Die andere Handfläche legst du mit einem Abstand von etwa 20 bis 30 cm neben dem Ortungsgerät auf die Wand auf. Damit schaffst du Erdung. Das ist vor allem bei der Suche nach Strom führenden Leitungen wichtig, schadet aber generell nie. Bei unzureichender Erdung, zum Beispiel durch isolierendes Schuhwerk oder, wenn du auf einer Leiter stehst, ist die Ortung spannungsführender Leitungen nicht möglich.
  • 4. Das Ortungsgerät bewegen
    Um eine sichere Stelle zu finden, musst du das Ortungsgerät mit gleichmäßigem Druck über die Wand bewegen. Dabei aber immer im Hinterkopf behalten, dass du es nur entlang seiner x-Achse bewegen darfst. Heißt: Wenn du mit dem Gerät waagerecht über die Wand fährst, muss der Griff auf den Boden zeigen. Führst du es senkrecht über die Wand, zeigt der Griff zur Seite.
  • 5. Mehrfach über die gleiche Stelle fahren
    Das Ortungsgerät muss mehrmals über die gleiche Stelle fahren, um zu begreifen, ob die Stelle frei ist oder nicht. Leuchtet es gelb, ist es sich nicht sicher und das Gerät muss noch mal prüfen. Wechselt das LED-Licht die Farbe in Rot, hat es etwas entdeckt. Grün heißt: Hier wurde kein Objekt gefunden.
  • 6. Verbraucher anschließen
    Damit die Stromleitung vom Ortungsgerät gefunden werden kann, schalte einen Stromverbraucher ein, zum Beispiel eine Lampe oder den Staubsauger.

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Nach dem Orten solltest du aus Sicherheitsgründen den Strom ganz abstellen, bevor du in die Wand bohrst.

Icon hint
WELCHER BOHRER FÜR WELCHE WAND?

Die Qual der Wahl hat man bei Bohrmaschinen und Bohrern. Dabei sind nicht jede Maschine und jeder Bohrer für jede Wand geeignet. Also, was tun? Als erstes herausfinden, aus welchem Material deine Wand besteht. Dafür führst du am besten eine Probebohrung durch. Aber keine Sorge, da musst du nicht alleine durch. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie man den Wandtyp bestimmt .