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Rosen schneiden: So gelingt der richtige Schnitt bei jeder Sorte

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Ein Garten mit verschieden farbigen blühenden Rosensträuchern
Rosen sind die Stars in jedem Garten – wie der richtige Schnitt für die verschiedenen Sorten aussieht, erfährst du hier.

Die Rose ist der Star unter den Blumen – ob rot, weiß, rosa oder bunt; ob kleine oder große Blüte, lang- oder kurzstielig, duftend oder geruchlos. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Es gibt unzählige Sorten, für alle Rosen aber gilt: sie verschönern deinen Garten oder Balkon und verleihen ihm einen ganz besonderen Zauber. Deswegen sollten sie auch in deinem Garten eine große Rolle spielen. Für eine optimale Blütenpracht ist es wichtig, dass du deine Rosen regelmäßig schneidest. Mit dem richtigen Know-how und gutem Werkzeug ist das auch weitaus weniger kompliziert als du vielleicht denkst. Mit unseren Tipps und Tricks wirst du deine Rosen zum Strahlen bringen.

Kürzen erwünscht – warum Rosen schneiden

Wenn du Rosen regelmäßig schneidest danken sie es dir mit einer üppigen Blüte. Darüber hinaus ist das Trimmen deiner Blumen ein Garant dafür, dass du lange Freude an deine Rosen hast. Durch den Schnitt steuerst und kontrollierst du das Wachstum. Du hast die Möglichkeit deine Pflanze, wenn nötig, zu verjüngen und durch das Entfernen von toten und kranken Zweigen und Ästen Krankheiten und Pilzbefall vorzubeugen. Das Resultat: ein gesunder und langlebiger Rosenstrauch mit vielen Blüten. Genug Gründe, gleich zur Gartenschere zu greifen – und mit unserem Ratgeber wirst du zu Schnittmeister!

Eine Hand, die mit einer Gartenschere, einen Trieb in einem Rosenstrauch abschneiden.
Durch das regelmäßige Schneiden deiner Rosen sorgst du für gesunden Wachstum und eine üppige Blüte.

Startschuss zum Schnitt – der beste Zeitpunkt zum Rosen schneiden

Der richtige Zeitpunkt für den Rosenschnitt hängt von den Wuchs- und Blüheigenschaften deiner Rose ab. Es ist also immer gut, genau zu wissen, welcher Rosensorte man hat und über welche Eigenschaften sie verfügt. In der Regel werden Rosen aber im Frühjahr geschnitten, sobald es keinen Frost mehr gibt. Das kann regional durchaus unterschiedlich sein. Ein hilfreicher Hinweis aus der Natur: wenn die Forsythie blüht, auch bekannt als Frühlingsbote, kannst du loslegen! Ausnahmen sind Rosen, die nur einmal im Jahr blühen. Diese Sorten schneidest du besser erst nach der Blüte. Bei einem zu intensiven Schnitt im Frühjahr würdest du die bereits gebildeten Knospen entfernen und deine Blume im Sommer nur spärlich blühen.

Gewusst wie – Basiswissen zum Rosen schneiden

Schnitttechnik

Jede Rosesorte braucht einen individuellen Schnitt, um optimal zu gedeihen und zu blühen. Grundsätzlich gilt aber für alle Arten, dass tote, kranke oder nach innen wachsende Zweige sowie alle Wildtriebe entfernt werden. Wildtriebe sind Äste, die unterhalb der Veredelungsstelle sprießen und eine Konkurrenz zu deinem Hauptstrauch darstellen. Schnitte führst du immer leicht schräg nach unten aus, sodass Regen besser ablaufen kann und die Schnittstelle die Chance hat, gut und schnell zu heilen. Bei jedem Schnitt setzt du idealerweise oberhalb eines nach außen zeigenden Auges, einer noch nicht ausgebildeten Knospe, an. Generell gilt für öfter blühende Rosensorten: Nimmst du einen kräftigeren Schnitt im Frühjahr vor, wird die Erstblüte etwas spärlicher ausfallen, dafür kann die Rose aber Kraft sammeln und belohnt dich mit einer intensiven Nachblüteblüte. Bist du im Frühjahr etwas zurückhaltender, fällt die Erstblüte reichhaltiger aus und die Nachblüte geringer.

Werkzeuge

  • Gartenschere – beim Rosen schneiden wie auch bei allen andern Schnittaufgaben im Garten, ist die Gartenschere dein Hauptwerkzeug. Scharfe Klingen sind das A und O und selbstverständlich sollte die Schere auch gut in der Hand liegen. Da bei Rosen die Bodentriebe sehr dick werden können, erleichtert dir eine Akku-Gartenschere wie beispielsweise die EasyPrune von Bosch die Arbeit enorm.
  • Gartenhandschuhe – Rosen haben Dornen, deswegen sind gute Gartenhandschuhe ein Muss für dich. Neben dem Schutz deiner Hände sorgen die dir dafür, dass du einen besseren Griff hast.
  • Auffangsack – wohin mit den abgeschnittenen Ästen, Zweigen und Blüten? Dafür bietet sich ein Auffangsack an. Für größeres Zweige und Äste kannst du einen Häcksler zum Zerkleinern verwenden.

Eine blonde Frau in weißem T-Shirt schneidet im Gegenlicht einen dicken Zweig einer Rose mit der Bosch EasyPrune Gartenschere ansatzlos ab
Bei dickeren Zweigen ist eine Akku-Gartenschere wie die EasyPrune von Bosch eine super Alternative, die das Arbeiten erleichtert.

Individuell abgestimmt – der optimale Schnitt für deine Rose

Die Art des Schnittes der unterschiedlichen Rosensorten richten sich nach dem Blühverhalten und dem Wuchs. Bei einigen Rosen ähnelt sich die Vorgehensweise, bei anderen ist es sehr wichtig, die speziellen Eigenschaften der Pflanze zu berücksichtigen. Für alle Blumen gilt: abgestorbene oder verletzte Zweige sowie verwelkte Blüten sind komplett zu entfernen.

Strauchrosen

Eigenschaften: einmal oder öfter blühend, buschiger aufrechter Wuchs

Öfter blühende Strauchrosen werden regelmäßig im Frühjahr beschnitten, das fördert einen üppigeren Wuchs. Dafür kürzt du die Triebe ungefähr ein Drittel ein. Sehr alte Äste nimmst du an der Basis raus, achte aber darauf, dass immer fünf bis acht kräftige Triebe als Bodengerüst stehen bleiben.

  • Triebe rund ein Drittel einkürzen
  • Sehr alte Triebe entfernen
  • Fünf bis acht kräftige Triebe als Bodengerüst stehen lassen

Bei einmal blühenden Strauchrosen solltest du im Frühjahr nur abgestorbene oder kranke Triebe entfernen, denn da die Blüten an mehrjährigem Holz ausgebildet werden, sind sie auf ältere Zweige angewiesen. Stärkere Schnittmaßnahmen kannst du dann nach der Blüte vornehmen. Damit das Innere der Rose luftig bleibt schneidest du dann vergreiste Äste bodennah ab.

  • Im Frühjahr nur abgestorbene oder kranke Triebe entfernen
  • Nach der Blüte kannst du vergreiste Triebe entfernen
  • verwelkte Blüten rausschneiden

Mann mit Bart, Strohhut und blauem T-Shirt schneidet mit einer Gartenschere eine Blüte aus einem rosafarbenden Rosenstrauch
Bei einmal blühenden Rosensorten entfernst du verwelkte Blüten und lichtest deine Rosen nach Bedarf ein wenig aus

Bodendeckerrosen

Eigenschaften: meist öfter blühend, breit ausladender oder aufrechter Wuchs

Bodendeckerrosen, häufig auch Kleinstrauchrosen genannt, sind sehr robuste und blühfreudige Rosen. Durch einen Schnitt im Frühjahr soll ein lockerer, luftiger Wuchs gewährleistet werden. Wie bei allen Sorten musst du totes, altes und nach innen wachsendes Holz sowie Wildtriebe entfernen. Störende oder zu dicht wachsende Zweige schneidest du heraus – viel mehr ist bei dieser Sorte gar nicht nötig. Alle fünf Jahre wird bei aber ein Radikalschnitt angeraten, für die Ausbildung neuer Triebe.

  • Störende oder zu dicht wachsende Triebe entfernen
  • Insgesamt ein wenig einkürzen
  • Alle vier bis fünf Jahre einen Radikalschnitt

Beetrosen

Eigenschaften: meist öfter blühend, breiter buschiger Wuchs, mehrere Blüten pro Stiel

Beetrosen eignen sich wunderbar auch für kleinere Gärten. Sie werden ungefähr kniehoch und haben einen buschigen Wuchs und vertragen wie Edelrosen einen kräftigen Schnitt. Das bedeutet, du schneidest im Frühjahr alle Triebe auf zwei bis sechs Augen zurück – stärker wachsende Triebe auf vier bis sechs, schwächere Triebe auf zwei bis drei Augen. Überalterte oder vergreiste Triebe entfernst du nah am Boden komplett, das regt die Bildung von Neutrieben an.

  • Starke Triebe auf vier bis sechs Augen einkürzen
  • Schwache Triebe auf zwei bis drei Augen schneiden
  • Alte Triebe bodennah entfernen

Edelrosen

Eigenschaften: meist öfter blühend, breit aufrechter Wuchs, eine Blüte pro Stiel

Edelrosen vertragen wie auch Beetrosen einen kräftigen Rückschnitt im Frühjahr. Auch hier kürzt du alle Triebe ein – die stärker wachsenden etwas weniger, die schwächer wachsenden etwas stärker. Da die Triebe auf den Schnitt mit Wachstum reagieren, entwickelt sich so ein gleichmäßiger Wuchs. Wildtriebe, übereinander wachsende und alte Zweige entfernst du komplett.

  • Starke Triebe auf vier bis sechs Augen einkürzen
  • Schwache Triebe auf zwei bis drei Augen schneiden
  • Alte Triebe bodennah entfernen

Ramblerrosen

Eigenschaften: meist einmal blühend, besonders biegsame Kletterrose

Rambler sind schnellwüchsige Kletterrosen, die in Bäume hineinwachsen oder ganze Bögen bedecken können. Diese Sorte braucht nur sehr wenig Schnitt. Bei einmal blühenden Ramblerrosen entfernst du im Frühjahr nur abgestorbene oder kranke Triebe. Weitere Schnittmaßnahmen wie beispielsweise ein leichtes Auslichten nimmst du erst nach der Blüte vor. Hierzu entfernst du einzelne Triebe bis zum Ansatz. Um eine Verzweigung zu fördern kürzt du einjährige Triebe auf die Hälfte ein.

  • Braucht nur wenige Schnittmaßnahmen
  • Im Frühjahr nur abgestorbene oder kranke Triebe entfernen
  • Nach der Blüte leichtes Auslichten durch das Entfernen einzelner Triebe

Kletterrose mit rosafarbenen Blüten rankt sich um einen Bogen aus Metall
Kletterrosen, zu denen auch die Ramblerrose gehört, eignen sich zum Bedecken von Rundbögen oder können an Baumstämme hochwachsen.

Stammrosen

Eigenschaften: öfter blühend, kugeliger Wuchs auf einem Stamm

Beim Schneiden einer Stammrose ist es wichtig, zu wissen, mit welcher Rosensorte auf dem Stamm veredelt wurde. Hier gibt es wieder die ganze Bandbreite. Bei Edel-, Beet- oder Strauchrosen kürzt du alle Triebe auf die gleiche Länge ein, so erhältst du eine kompakte runde Krone. Wurde mit einer Ramblerrose veredelt, fällt der Schnitt zurückhaltender aus. Versuche immer den Charakter der Rosensorte hervorzuheben und zu unterstreichen.

  • Schnitt hängt davon ab mit welcher Sorte auf dem Stamm veredelt wurde