Cookie Einstellung

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Komfort- und Statistikzwecke. Mit Klick auf „Ändern“ können Sie die Cookie-Einstellungen jederzeit ändern.
Weniger anzeigen

Kräutergarten anlegen – Tipps für Küche, Balkon und Garten

Auf Pinterest teilen per E-Mail teilen Drucken
Kräutergarten mit frischen Kräutern einfach anlegen.
Salbei, Oregano, Thymian und Basilikum – frische Kräuter sind einfach ein Muss. © mauritius images / Westend61 / Gaby Wojciech

Du willst einen Kräutergarten anlegen? Wir verraten dir, wie es geht und geben zahlreiche Tipps. Welche Kräuter harmonieren miteinander und welche sind Gift füreinander? Mit unserem Guide gelingt dir der Kräutergarten bestimmt – egal, ob auf dem Balkon oder im Garten. So hast du das ganze Jahr etwas davon und wirst nicht mehr auf Basilikum, Salbei und Co. verzichten müssen.

Kräutergarten anlegen im Garten, auf dem Balkon und auf dem Fensterbrett

Damit das Projekt Kräutergarten anlegen wirklich gelingt, solltest du dir zuerst einmal den richtigen Standort dafür aussuchen. Mediterrane Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Oregano & Co. werden umso aromatischer, je sonniger der Kräutergarten ist. Dein Balkon hat kaum Sonne? Dann sind diese Pflanzen die perfekten Kandidaten für dich: Schnittlauch, Minze und Liebstöckel bevorzugen den Halbschatten. Bärlauch und Waldmeister benötigen sogar einen komplett schattigen Standort.

Du hast nur einen kleinen Garten oder nur wenig Platz auf dem Balkon? Dann pflanzt du deine Kräuter am besten in Töpfe oder Kästen und arrangierst diese zu einem vertikalen Garten . Wenn du etwas mehr Platz hast, bietet es sich an, ein extra Kräuterbeet oder sogar eine Kräuterspirale anzulegen. In einem Hochbeet haben es die Pflanzen etwas wärmer, gerade die mediterranen Kräuter werden es dir danken.

Icon hint
Was ist eine Kräuterspirale?

Eine Kräuterspirale – auch Kräuterschnecke genannt – ist die ideale Art, einen Kräutergarten anzulegen. Sie ist nicht nur sehr dekorativ, sondern gibt dir auch die Möglichkeit, den Pflanzen genau die Wuchsbedingungen zu geben, die sie brauchen. So funktioniert das Prinzip: Eine Kräuterspirale ist in vier Zonen aufgeteilt – die Wasserzone mit einem kleinen Teich, die humusreiche Feuchtzone, die Normalzone und die Trockenzone, die einen sandigen Untergrund hat. In der Wasserzone wachsen Brunnenkresse oder Wasserminze, in der Feuchtzone Liebstöckel, Schnittlauch und Basilikum. Im Normalbereich gedeihen Zitronenmelisse und Estragon besonders gut, in der Trockenzone fühlen sich Salbei und Lavendel wohl.

Beet oder Balkon? Welche Möglichkeiten habe ich, einen Kräutergarten anzulegen?

  • Kräutergarten auf einem kleinen Balkon anlegen.
    Selbst auf einem kleinen Balkon findet ein Kräutergarten wunderbar Platz. ©adobestock
  • Kräutergarten im Hochbeet anlegen.
    Ein Hochbeet hat den Vorteil, dass die Kräuter problemlos im Stehen geerntet werden können. ©adobestock
  • Kräuterspirale oder Kräuterschnecke anlegen.
    Für eine Kräuterspirale oder eine Kräuterschnecke brauchst du mehr Platz, diese ist dann aber auch dekorativ. ©adobestock

Du hast weder einen Garten noch einen Balkon? Kein Problem: Die meisten Küchenkräuter wachsen auch in einem Topf. Selbst auf dem Fensterbrett ist daher Platz für einen Kräutergarten. Auch eine Möglichkeit: Ein Kräuterregal für deine Küche selbst zu bauen.

Welche Pflanzen gehören in einen Kräutergarten?

Bei der Frage, welche Pflanzen in einen Kräutergarten gehören, darfst du selbst entscheiden: Möchtest du lieber Heilkräuter oder Küchenkräuter ziehen? Setzt du auf einheimische Kräuter oder Exoten? Oder möchtest du von allem ein bisschen? Zu den Heilkräutern zählen Pfefferminze, Kamille, Baldrian – und auch die Brennnessel! Klassische Küchenkräuter sind zum Beispiel Schnittlauch und Petersilie.Was bei der Wahl der Kräuter noch zu beachten ist: ihre Lebensdauer. Man unterscheidet zwischen einjährigen und mehrjährigen Pflanzen. Jedes Jahr wieder säen musst du Kresse, Kerbel und Koriander. Mehrere Jahre lang erfreust du dich an Petersilie und Basilikum, Minze und Lavendel. Achtung: Nicht alle Kräuter sind winterhart – Rosmarin, Lorbeer und Zitronenverbene gehören im Winter nach drinnen.

Welche Kräuter passen zusammen?

Mediterrane Kräuter wie Majoran, Thymian, Salbei, Oregano oder Rosmarin lieben direkte Sonneneinstrahlung und magere Erde. Sie sollten im Kräutergarten nicht neben Basilikum oder Schnittlauch gepflanzt werden, da diese lockere und feuchte Erde bevorzugen. Minze mag es lieber schattig bis halbschattig, deshalb passen unterschiedliche Minzsorten sehr gut zusammen, aber gedeihen weniger gut neben den mediterranen Klassikern. Die klassischen Küchenkräuter Schnittlauch, Dill und Petersilie harmonieren ganz toll zusammen. Kräuter wie Liebstöckel, Estragon oder Pfefferminze solltest du lieber alleine stehen lassen oder zumindest nicht zu dicht neben andere Kräuter pflanzen. Sie bilden sehr lange Wurzeln und nehmen ihren Nachbarn die Nährstoffe.

  • Salbei und Orgenao im eigenen Kräutergarten.
    Salbei und Oregano harmonieren ganz wunderbar miteinander. © Living4Media / foodcollection
  • Basilikum wächst perfekt im Topf – so futtern Schnecken nicht gleich alle Blätter ab.
    Basilikum wächst perfekt im Topf – so futtern Schnecken nicht gleich alle Blätter ab. ©adobestock
Icon hint
Das Einmaleins: einen Kräutergarten anlegen

  • Kräuter brauchen viel Sonne
  • Die beste Zeit, den Kräutergarten anzulegen: Frühjahr oder Herbst
  • Kaufe die Kräuter lieber im Fachhandel– Supermarktware geht nach dem Abernten meist direkt ein
  • Lockere regelmäßig den Boden auf, damit mehr Wasser an die Wurzeln gelangt.
  • Gieße täglich, besonders im Sommer. Achtung: Vermeide Staunässe!
  • Winterharte Kräuter sind: Schnittlauch, Thymian, Estragon, Kamille, Fenchel, Bärlauch, Salbei, Pfefferminze oder Oregano
  • Nicht winterharte Kräuter sind: Rosmarin, Lorbeer, Stevia oder auch Zitronenverbene
  • Wir finden: Chemische Dünger haben im Kräutergarten nichts verloren – du willst dein Essen ja ohne Hintergedanken genießen, oder?!

Selbst aufziehen oder kaufen?

Einjährige Kräuter wie Dill oder Basilikum säst du am besten zwischen März und April aus. Sobald die Keimlinge aufgegangen sind und ein zweites Blattpaar gebildet haben, kannst du sie pikieren. Das heißt, dass du die Kräuterpflanzen ganz vorsichtig aus dem Boden herausnimmst, sie teilst und die Pflänzchen in ihrem künftigen Platz wieder eingräbst. Bei mehrjährigen Kräutern bietet es sich an, eine junge Pflanze im Fachhandel zu kaufen. Salbei und Thymian, aber auch andere Kräuter wie Rosmarin, Estragon, und Lavendel sind in der Aufzucht eher schwierig, die Zeit kannst du dir sparen! Auch diese Kräuterpflanzen setzt du im Frühjahr ins Beet, am besten nach den Eisheiligen Mitte Mai.

Zum Abschluss noch ein paar Kräutergarten-Hacks:

  • Die Kräuter alle zwei Wochen mit Schachtelhalm-Brühe besprühen, das wehrt Schädlinge ab.
  • Wenn du deine Kräuter überwintern, sie aber nicht umtopfen willst, pflanz sie einfach direkt in Töpfen oder Kübeln an. So musst du sie bei Frost nur ins Warme tragen!
  • Lass immer mal einen Teil der Pflanzen blühen. Das zieht Insekten an, die sich wiederum um Schädlinge oder die Bestäubung = Vermehrung deiner Kräutergarten-Pflanzen kümmern.
  • Gekaufte Kräuter aus dem Topf – zum Beispiel aus dem Supermarkt – halten länger, wenn du diese schnell umtopfst. Meistens ist deren Erde nämlich total ausgelaugt. Gieß sie gerade in den ersten Tagen viel, dann sollten sie sich schnell erholen.