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Bäume schneiden: Wie es geht und was es dir bringt

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Ein Baum steht im Garten auf den von hinten das Sonnenlicht fällt.
In einen schönen Garten gehören gepflegte Bäume. Ein Baumschnitt macht da viel aus.

Apfelbaum , Kastanie oder Pflaumenbaum – alle brauchen Pflege, um jedes Jahr aufs Neue den Garten schmücken zu können.

Also Stift gezückt und „Bäume schneiden“ ganz oben auf die To-Do-Liste für den Garten schreiben: Im Herbst freuen sich beispielsweise viele Laubbäume über einen Formschnitt. Hier erfährst du, warum sich ein Baumschnitt lohnt und wie du am besten vorgehst. Mit unseren Tipps und Tricks könnte das Bäumeschneiden bald schon zu deiner Lieblingsgartenaufgabe gehören.

Warum sich Bäume schneiden lohnt

Generell wachsen Bäume und Sträucher gesünder, wenn sie geschnitten werden. Bei den meisten reicht in der Regel ein Schnitt pro Jahr aus, sofern sie nicht akut von Schädlingen befallen sind.
Bei einem Baumschnitt wird das Wachstum von dicken, stabilen Ästen gefördert. Dicht übereinander wachsende Äste, die kein Licht mehr an die unteren Zweige lassen, können entfernt werden. So bekommen alle Teile des Gehölzes genügend Licht und der Baum kann kontrolliert wachsen und eine schöne Krone entwickeln. Bei Schädlingsbefall können die betroffenen Triebe entfernt werden.

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VORTEILE DES BÄUMESCHNEIDENS

  • Bäume wachsen gesünder und kontrollierter.
  • Das Wachstum wird angeregt.
  • Die Gehölze entwickeln eine schöne Baumkrone.

Wann sollten Bäume und Sträucher geschnitten werden?

Generell ist ein starker Rückschnitt bei Bäumen und Sträuchern, genau wie bei Hecken, laut Bundesnaturschutzgesetzes zwischen März und Ende September verboten. Dies dient dem Schutz der Vögel, die in dieser Zeit brüten. Formschnitte sind allerdings erlaubt. Wie du zum Beispiel deine Hecke wieder in Form bringst, siehst du in unserem Tutorial Hecke schneiden .

Außerdem gibt es Gehölze, die laut Baumschutzverordnung (abhängig von der Stadt/Gemeinde) als schutzwürdig betrachtet werden, beispielsweise sehr alte Bäume mit einem großen Stammumfang. Diese dürfen dann nicht beliebig geschnitten oder gefällt werden, auch wenn sie im privaten Garten stehen. Ob Bäume und Sträucher in deinem Garten betroffen sind, erfährst du bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung.

Eine Kalendergrafik zeigt an, wann der perfekte Zeitpunkt für einen Baumschnitt ist – je nach Baumart.
Je nach Baumart gibt es bestimmte Monate, in denen der Baum idealerweise beschnitten werden sollte.

Der ideale Zeitpunkt für den Baumschnitt hängt allgemein von der Baumart ab. Bei Obstbäumen kann das je nach Obstsorte ganz unterschiedlich sein. Auch Nadelbäume schneidet man je nach Sorte sehr verschieden.

Bei vielen Laubbäumen ist dagegen der Spätherbst ein idealer Zeitpunkt, um sie zu beschneiden. Dann befindet sich der Baum in der Ruhephase, er trägt keine Blätter mehr, treibt aber noch nicht neu aus. So bleibt genügend Zeit für den Baumschnitt. Außerdem erkennst du bei lichten Ästen besser, wo gekürzt werden sollte. Achte allerdings darauf, nicht bei frostigen Temperaturen zu schneiden, das könnte den Baum beschädigen.

Für Gehölze wie Birke, Ahorn oder Walnuss, die zum Ausbluten neigen, ist der Spätsommer ein guter Zeitpunkt. Diese Gewächse pumpen im Frühling Pflanzensaft bis in die Krone. Bei einem Rückschnitt in dieser Zeit besteht deshalb die Gefahr, dass dieser aus den Schnittstellen tropft und nicht gestoppt werden kann. Das sogenannte Ausbluten schädigt den Baum.

Was sind die Vorzüge bei einem Sommer- bzw. Winterschnitt?

Die Vorteile bei einem Sommerschnitt:

  • Die Bäume tragen durch einen Schnitt im Sommer mehr Blüten und Früchte, bei einem Obstbaum kannst du dann mehr ernten.
  • Abgestorbene und kranke Äste lassen sich im Sommer leicht erkennen: An ihnen wachsen keine Blätter.
  • Die Schnittwunden an den Gehölzen verheilen besser.
  • Durch Licht und Wärme erkranken die Bäume und Sträucher nach einem Schnitt seltener an Pilzkrankheiten.

Die Vorteile bei einem Winterschnitt:

  • Schwächer wachsende Gehölze treiben durch den Winterschnitt im Frühling stärker aus.
  • Korrekturen und Formschnitte lassen sich an blattlosen Ästen einfacher durchführen.
  • Die Bildung von tropfendem Harz ist bei Nadelbäumen im Winter geringer, so verkleben die Werkzeuge und der Untergrund nicht.
  • Starke Rückschnitte der Bäume oder Sträucher sind nur im Herbst und Winter erlaubt.

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VERMIETER ODER MIETER – WER HAT DIE PFLICHT, BÄUME ZU SCHNEIDEN?

Bei Mietobjekten mit Garten kann die Verpflichtung zur Gartenpflege im Mietvertrag üblicherweise auf den Mieter übertragen werden. Dabei geht es allerdings nur um leichte Pflegearbeiten. Aufwendige Arbeiten (beispielsweise einen Baum fällen oder auch das Bäumeschneiden) liegen in der Verantwortung des Vermieters bzw. bedürfen einer gesonderten Absprache.

Welcher Schnitt ist der richtige für meinen Baum?

Bäume oder Sträucher kannst du unter anderem mit einem Pflanz-, Form- oder Entlastungsschnitt pflegen. Die Schnittart solltest du je nach Zustand des Gehölzes auswählen.

Pflanzschnitt

Die Grafik zeigt die Schnitttechnik bei einem Pflanzschnitt: An dem dunkelgrünen Baum sind rosa Äste markiert, die abgeschnitten werden sollen.
Beim Pflanzschnitt werden die Haupttriebe zurückgeschnitten.

Diese Schnittart eignet sich besonders für junge, neu gepflanzte Bäume. Dadurch wird das Anwachsen der Pflanze und die Kronenbildung gefördert. Bei dieser Art schneidest du den Haupttrieb und maximal drei Nebentriebe zurück.

Formschnitt

Die Grafik zeigt die Schnitttechnik bei einem Formschnitt: An dem dunkelgrünen Baum sind rosa Äste markiert, die abgeschnitten werden sollen.
Für den Formschnitt schneidest du die Äste ab, die einer schön geformten Baumkrone im Weg stehen.

Hiermit bekommen deine Bäume und Sträucher eine schöne Form. Damit sie richtig schick aussehen, reduzierst du den Durchmesser der Baumkrone und schneidest krumme oder überstehende Äste ab. Um die Krone gleichmäßig zu verkleinern, schneidest du die Haupttriebe rundum zurück. Bei Ästen, die sehr steil wachsen, kannst du dir mit dem sogenannten Ableiten behelfen: Dabei schneidest du den ungünstig wachsenden Ast an der Stelle ab, an der ein besser positionierter Seitentrieb wächst. So wächst der flachere Seitentrieb weiter und bildet sich stärker aus. Dadurch gelangt mehr Licht an die innen liegenden Äste. Wenn du die Baumkrone nur schmaler machen möchtest, lässt du den Mitteltrieb und die oberen Seitentriebe einfach stehen.

Entlastungsschnitt

Die Grafik zeigt die Schnitttechnik bei einem Entlastungsschnitt: An dem dunkelgrünen Baum sind rosa Äste markiert, die abgeschnitten werden sollen.
Störende oder geschwächte Äste werden beim Entlastungsschnitt abgeschnitten.

Mit diesem Schnitt sorgst du dafür, dass sich deine Bäume bester Gesundheit erfreuen. Durch Stürme oder Schädlinge geschwächte Zweige oder zu ausladende Äste kannst du ruhig gründlich entfernen. So brechen sie beim nächsten Wind nicht ab – das würde dem Gehölz schaden.

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Bei Obstbäumen lohnt sich ein Ertragsschnitt. Dabei lichtest du die Baumkrone, indem du nach innen wachsende und sich kreuzende Triebe abschneidest, das fördert die Fruchtbildung. So kann der Baum im Frühling ordentlich blühen und du kannst später mehr Ertrag ernten.

Bäume schneiden: So geht’s richtig

Der Baumschnitt: Ein Ast am Baum wird mit der Akku-Gartenschere EasyPrune abgeschnitten.
Dünne Äste kannst du beim Baumschnitt mit einer Gartenschere abschneiden.

1. Werkzeug und Hilfsmittel bereitlegen

Bevor du mit dem Schneiden der Bäume oder Sträucher beginnst, brauchst du erst einmal das richtige Werkzeug und die passenden Hilfsmittel. Gartenhandschuhe schützen deine Hände zum Beispiel vor Stacheln. Eine Leiter benötigst du bei hohen Bäumen. Achte darauf, sie sicher und stabil aufzustellen, sodass sie beim Verwenden nicht wackeln kann.

  • Dünne Zweige kannst du mit einer Gartenschere abschneiden. Noch einfacher funktioniert das mit einer Akku-Gartenschere, die unterstützt dich, wenn die eigene Kraft nicht ausreicht. Zum Beispiel bei dickeren Zweigen.
  • Etwas kräftigere Äste kappst du mit einer Astschere.
  • Bei dickeren Ästen benutzt du am besten eine Gartensäge oder eine Säge mit NanoBlade-Technologie , um sie sauber abschneiden zu können.
  • Wenn du bei hohen Bäumen lieber einfacher und ohne Leiter arbeiten möchtest, machst du das am besten mit einer Teleskopkettensäge.
  • Mit einem Laubbläser bringst du kleine Schnittabfälle ganz leicht zusammen, um sie dann entsorgen zu können.

2. Bestandsaufnahme durchführen

Vor dem Baumschnitt begutachtest du das Gehölz oder den Strauch am besten einmal im Ganzen. Wo stehen Äste ab? Inwieweit willst du das Gewächs verkleinern? Wie soll es danach aussehen? Wenn du dir das überlegt hast, kannst du präziser und geordneter vorgehen. So sind die Gehölze am Ende nicht aus Versehen ungleich beschnitten.

3. Was wird abgeschnitten?

Für einen gesunden und schönen Wuchs solltest du beim Baumschnitt generell abgestorbene Äste oder nach innen gerichtete Zweige abschneiden. Außerdem entfernst du Wassertriebe. Diese wachsen senkrecht ohne Verästelung nach oben und sind deshalb leicht zu erkennen.

4. Wie werden die Äste richtig abgeschnitten?

Beim Abschneiden der Äste solltest du immer die Stelle direkt über dem Astring wählen. Dort zweigt der Ast vom Baumstamm ab, die Stelle ist meist etwas dicker als der restliche Ast.